Ernährung

Eine gesunde Ernährung trägt maßgeblich zur Gesunderhaltung und zum Wohlbefinden bei. Oft werden auch hier die Auswirkungen noch unterschätzt. Durch meine eigenen Hunde konnte ich miterleben, welche Auswirkungen eine unpassende Ernährung haben kann. Mir ist es zum Beispiel wichtig, dass dem Futter keine Konservierungs-, Farb- und Aromastoffe zugesetzt werden. Diese können bei Menschen, wie bei Hunden Auswirkungen auf das Verhalten haben. So können verschiedene E-Nummern Auswirkungen auf den Sauerstofftransport haben oder Unverträglichkeiten hervorrufen. Auch hyperaktives Verhalten, Konzentrations- und Schlafstörungen wurden bereits beobachtet.

In industriell hergestelltem Futter ist häufig ein hoher Maisanteil enthalten, welcher Allergie auslösend sein kann und von vielen Hunden nicht gut vertragen wird. Desweiteren ist Mais wenig Tryptophanhaltig. Tryptophan ist eine Aminosäure, welche zur Produktion von Serotonin benötigt wird, welches als „Stimmungsaufheller“ gilt. Führt man nun dem Körper aufgrund falscher Ernährung zu wenig Tryptophan zu, wird zu wenig Serotonin gebildet. Dies kann zu zahlreichen unerwünschten Nebenwirkungen führen: von Übererregbarkeit bis hin zu aggressivem Verhalten und körperlichen Symptomen.

Auch bei der Ernährung gilt: ist die Ursache nicht beseitigt, kann auf Dauer kein erfolgreiches Training stattfinden!

In vielen Fällen war eine erfolgreiche Verhaltenstherapie erst nach einer gut geplanten Futterumstellung möglich. Es muss beachtet werden, dass die positiven Veränderungen natürlich nicht “von heute auf morgen” eintreten. Der Körper benötigt Zeit zu entgiften und sich umzustellen!

Es besteht die Möglichkeit, das Futter selbst herzustellen. In diesem Fall weiß man am sichersten, was im Futter enthalten ist. Bei einer sogenannten Eliminationsdiät (Ausschlußdiät, auf welche Substanzen der Hund mit Unverträglichkeitsreaktionen reagiert) zum Beispiel, ist es notwendig, das Futter selbst zuzubereiten. Das Fleisch kann in diesem Fall roh oder gekocht sein. Dies würde ich davon abhängig machen, was der Hund besser verträgt. Für viele Besitzer kommt es nicht in Frage roh zu füttern, dann ist dies natürlich auch völlig in Ordnung.

Möchten Sie das Futter selbst zubereiten, ist es besonders wichtig, dass Sie sich ausführlich mit dem Thema Ernährung befassen, damit alle nötigen Spurenelemente, Mineralien und Vitamine in ausreichender Menge zugeführt werden. Auch muss auf den individuellen Bedarf Ihres Hundes geachtet werden. Trächtige Hündinnen, Sporthunde, Hunde im Wachstum oder im Alter haben unterschiedliche Bedürfnisse.

Es ist auch möglich, sich von einem auf Ernährung spezialisierten Tierarzt oder einem Tierheilpraktiker einen Ernährungplan erstellen zu lassen. Sollten Sie hier Interesse haben, gebe ich Ihnen gerne entsprechende Kontaktdaten weiter.

Inzwischen gibt es jedoch auch gutes Fertigfutter, es gibt sogar Trockenfutter ohne Maisanteil, welches unbedingt zu bevorzugen sind. Im Bereich des Nassfutters (Dosenfutter) gibt es etliche empfehlenswerte Hersteller.