Impfungen

Eine Impfung ist sozusagen eine kontrollierte Infektion in abgeschwächter Form. Durch Nachahmen sind Impfungen dennoch nicht identisch mit einer „echten“ Infektion, da die Impfstoffe chemisch verändert sind.

Nach einer Impfung sollte der Hund drei bis vier Tage Ruhe haben und sie sollte nur vorgenommen werden, wenn er tatsächlich gesund ist. Dies kann problematisch sein, da die meisten Erkrankungen eine gewisse Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit) haben und man nie ganz sicher sein kann, dass der Hund 100%ig fit ist. Impft man aus Versehen in die Inkubationszeit einer Krankheit, gegen welche man eigentlich impfen möchte, kann diese einen wesentlich schlimmeren Verlauf nehmen.

Nicht impfen sollte man auch während des Fellwechsels, während der Jahreszeitenübergänge, bei starken Temperaturschwankungen oder extrem hohen oder niedrigen Temperaturen. Also immer dann, wenn der Körper sowieso schon vorbelastet ist.

Vor einer Impfung kann man eine Titerbestimmung durchführen lassen. Hierfür wird dem Hund Blut abgenommen, welches auf spezifische Antikörper untersucht wird. Diese bilden sich bei Kontakt mit einem Erreger. Je nachdem wieviele Antikörper noch vorhanden ist, variiert die Titerhöhe und somit der noch angenomme Impfschutz.

B- / T-Lymphozyten und Gedächtniszellen haben Erreger jedoch meist ein Leben lang abgespeichert.

Von Wiederholungsimpfungen profitieren nur sogenannte „Impfversager“, welche trotz Impfung keinen Schutz aufbauen konnten. Dies kann dann der Fall sein, wenn bei einem Welpen noch ausreichend eigener maternaler Impfschutz vorhanden ist. Dies ist der erste Impfschutz, welchen Welpen von ihrer Mutter mit der Kolostralmilch übertragen bekommen. In der achten Lebenswoche sind diese in der Regel noch so hoch, dass die Impfung aufgehoben wird. Um die 15. / 16. Lebenswoche fallen die eigenen Antikörper ab, erst dann empfiehlt sich eine Impfung.

Sogenannte „Non-Responder“ nehmen keine Impfung an, dadurch ist die bei uns seit Jahren übliche Grundimmunisierung entstanden, da es immer wieder Impfdurchbrüche gab. Dies bedeutet, dass sich Hunde infiziert haben, obwohl sie gegen die Krankheiten geimpft waren. Man hat also auch trotz Impfung nie einen 100%igen Schutz!

Wenn nach einer Impfung Reaktionen auftreten, wie zum Beispiel Knubbel oder Rötungen, gehen einige Tierheilpraktiker davon aus, dass noch genügend Impfschutz vorhanden war und der Körper sich dagegen “wehrt”.

Lebendimpfstoffe sind am wirksamsten und werden in der Veterinärmedizin häufig verwendet. Bei ihnen hat man nicht so viele Adjuvanzen (Hilfsstoffe) wie bei Todimpfstoffen. In Humanpräparaten finden sich nicht so viele Haltbarkeitsmacher wie in den Veterinärpräparaten. Öladjuvanzen sind zum Beispiel in Humanimpfstoffen verboten, da viele und heftige Reaktionen beobachtet wurden. In Veterinärimpfstoffen werden sie dennoch weiterhin verwendet.

Impfstoffe werden aus Fremdeiweißen wie Eiweiß von Hühnern, Affen oder Kälbern gewonnen. Diese können zu Problemen, Allergien bis hin zum allergischen Schock führen. In Japan wird spekuliert, ob dies der Grund dafür ist, dass immer häufiger Nahrungsmittelunverträglichkeiten (vor allem gegen Rindfleisch) zu beobachten sind.

Man sollte auch wissen, dass das Immunsystem nur so viele Antikörper aufbauen kann, wie es körperlich dazu in der Lage ist. Gibt es keine Ausbaumöglichkeit mehr, ändert auch eine erneute Impfung nichts. In den 50er Jahren wurde ein Hund nur einmal geimpft und man ging von einem lebenslangen Schutz aus. Auch damals waren nicht mehr Infektionen als heute bekannt. Es fällt in der Vergangenheit auf, dass in Jahren, in welchen viel geimpft wurde, viele Erkrankungen verzeichnet werden konnten. Durch verbesserte Hygiene- , Ernährungs- und Haltungsbedingungen gingen die Infektionen wieder zurück.

Inzwischen wird von verschiedenen Seiten dazu geraten, dass man Hunde, welche die Grundimmunisierung nicht gut vertragen haben, nicht mehr impft oder man zumindest auf andere Imfpstoffe ausweichen sollte. Dies gilt auch für Hunde, welche nach der Impfung an der Impfstelle eine Beule entwickelt haben. Auch geht man heute davon aus, dass man Hunde besser in die Flanke impft, da sich am Hals viele Meridiane und Nervenstränge befinden.

Je mehr Vakzinen (Impfstoffe) auf einmal injiziert werden, desto größer ist die Gefahr der Unverträglichkeit. Besonders Tollwut sollte einzeln geimpft werden, da sie für den Körper sehr belastend ist. Einen Welpen möglichst ein- bis zweimal, danach nur noch im dreijährigen Abstand impfen.

Empfohlen werden kann eine Absprache mit einem kompetenten Tierheilpraktiker / Homöopathen, damit man den Hund nach einer Impfung unterstützen kann. Es ist immer ein Eingriff in das Immunsystem des Hundes, welches eine gewisse körperliche Belastung mit sich bringt.

Impfbeispiele

Tollwut

Zoonose! Dies bedeutet, dass die Krankheit vom Hund auf den Menschen übertragen werden kann. Da Tiere, welche in einem tollwutgefährdeten Bezirk leben, mit einem erkrankten Tier in Kontakt gekommen sein könnten und entsprechende Symptome aufweisen, eingeschläfert werden müssen, sollte man unbedingt auf die vorgeschriebenen Impfintervalle achten und diese einhalten.

Man sollte Tollwut nur als Einzelimpfstoff impfen lassen. Es empfiehlt sich, den Junghund so spät wie möglich, am besten erst nach dem Zahnwechsel zu impfen.

Die Titerbestimmung ist sehr zuverlässig und für manche Länder bei der Einreise Pflicht.

Es gibt in den USA eine Studie, bei welcher Hunde zwischen der 15. und 18. Lebenswoche zweimal geimpft wurden. Diese ging sieben Jahre lang und es wurden mehrere Testinfektionen durchgeführt, bei keinem dieser Hunde kam es zu einer Infektion.

Staupe

Lebendimpfstoff.

Lebenslange Immunität wissenschaftlich nachgewiesen, auch dass sich nach eine Auffrischung nach drei Jahren der Impfschutztiter nicht erhöht. Jährlich geimpfte Hunde neigten in Tests eher zu Erkrankungen als nur einmal geimpfte. Die Krankheit brach bei Testinfektionen eher aus.

Eng verwandt mit unseren Masernviren, die Ansteckung erfolgt über Sekrete der Atemwege.

Es ist kein Alleinimpfstoff im Handel, nur Kombipräparate mit anderen Impfungen.

Hepatitis

Lebendimpfstoff.

In westlichen Ländern kaum noch verbreitet, man geht auch hier nach einer einmaligen Impfung von lebenslangem Impfschutz aus.

Reist man mit dem Hund häufig ins Ausland, sollte man über eine Impfung nachdenken und sich entsprechend informieren.

Parvovirose

Lebendimpfstoff.

Die Parvovirose ist immer noch stark verbreitet, wodurch sich der Hund wie bei der Leptospirose permanent revakziniert.

Man geht von einem lebenslangen Impfschutz aus. Eine Infektion ist besonders für Welpen und Junghunde sehr gefährlich, erwachsene Hunde sterben eher selten. Dies wird jedoch durch verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel dem Allgemeinzustand des Hundes, beeinflusst und kann nicht verallgemeinert werden.

Leptospirose

Durch Bakterien verursachte Infektion.

Die Impfung ist eine sogenannte „schmutzige Impfung“. Dies bedeutet, dass aufgrund von Rückständen eine hohe Unverträglichkeitsrate besteht.

Infizieren kann sich der Hund durch Verunreinigungen durch Mäuse oder durch Kontakte auf der Hundewiese. So wiederum kommt es jedoch auch zu einer Re-Vakzinierung. Dies bedeutet, dass der Schutz auf natürliche Weise aufrecht erhalten wird, da der Körper immer wieder mit niedrigen Dosen des Erregers in Kontakt kommt. Aufpassen sollte man dennoch bei Welpen und jungen Hunden, welche ungeimpft sind und / oder der Impfstatus unbekannt ist.

In dem Impfstoff sind nur zwei bis drei Erreger enthalten und es ist nachgewiesen, dass das Immunsystem durch die Impfung dauerhaft geschwächt wird. Die Schutzdauer liegt nur bei etwa sechs Monaten, trotzdem wurde in Deutschland bisher nur jährlich geimpft bei wenigen Infektionen. Diese wurden ausschließlich durch Typen verursacht, gegen welche nicht geimpft werden kann.

Borreliose

Diese Impfung wurde in den USA entwickelt und ist nicht für gängige Borreliose-Typen in Deutschland ausgelegt! Die im Impfstoff enthaltenen Borrelienarten kommen in Deutschland kaum vor.

In Amerika wurden gravierende Nebenwirkungen beim Menschen verzeichnet, unter anderem Arthritiden, weswegen der Impfstoff wieder vom Markt genommen wurde!

Buchempfehlungen:

  • Monika Peichl

    Hunde impfen mit Verstand“

    Haustiere impfen mit Verstand“

  • Dr. Gerhard Buchwald (ärztlicher Berater Impfgeschädigter)

    Impfen – das Geschäft mit der Angst“

  • F. und S. Delarue

    Impfungen – der unglaubliche Irrtum“